Ein Liederabend mit Folgen…


„…nun schnell ins Bett und schlaft recht schön, dann kann auch ich zur Ruhe geh’n…“
Nicht ohne Absicht ging der Liederabend der 3. Klasse mit diesen Textzeilen zu Ende, vorgetragen vom überrumpelten Chordirektor.

Nachdem die Knaben der 3. Klasse mutig unter Beweis gestellt hatten, was sie in diesem ersten Unterrichtsjahr an Selbstbewusstsein, Aufmerksamkeit und Eigenwahrnehmung (im besonderen der selbstproduzierten Störgeräusche) gelernt haben, sollte der fröhlich begonnene Abend mit einer Übernachtungsparty im Chorhaus seinen Höhepunkt erreichen.
Allein ihren Schlafplatz im Chorsaal auszusuchen und sich bettfertig zu machen, war für die meisten Jungs so vollendend in ihrer Glückseligkeit, dass die Erwachsenen mit verwundertem Schmunzeln erklären mussten, dass jetzt noch KEINE Bettgehzeit wäre.

Ein wie bestellter Wetterumschwung sorgte bei den aufgeheizten Gemütern für erfrischende Abkühlung. Die wurde gleich mit Chorhauslüften und Austoben im Gelände genutzt. Fußball gehörte natürlich unbedingt dazu, ebenso das neu-erschlossene Wikingerschach. (Die Treffsicherheit der Mitspieler wird natürlich für das nächste Chorlager vorgemerkt!)

Die gemeinsame Pizza im Aufenthaltsraum bei tosendem Regenguss draußen steigerte die Gemütlichkeit ins Unermessliche.
Bei anschließendem Spiel mit Wettwürfeln und Streichholzlegen wurde den Erwachsenen wieder bewusst, wie leicht Kinder zu begeistern sind – tatsächlich keiner fragte nach einem Handy!
Unter dem teils verwirrenden Spiel „Kommandoo………..äääääääääh…………..Pimperle!“ zeigte sich dann doch irgendwann die nachlassende Konzentration und die Buben wurden zum Zähneputzen verdonnert. Ein versprochenes Kapitel vom Räuber Grapsch, das dann durch den vorlesenden Chordirektor inkonsequent auf 5 Kapitel verlängert wurde, brachte dann die ersehnte Ruhe und Schläfrigkeit, vor allem bei den Erwachsenen.
Doch die Hitze im Chorsaal und unfassbar laute Schleifgeräusche auf Isomatten ließ so manchen Knaben ruhelos vor sich hin wurschteln. Aber die Müdigkeit überwältigt irgendwann jeden, und so durfte die Aufsicht auch endlich die Schlafplätze aufsuchen.

Wer nun früh der erste war, ist nicht mehr nachvollziehbar. Aber das Gebot, bis 7:00 im Schlafsaal Ruhe zu halten wurde hervorragend befolgt, in dem ab etwa 5:00 alle aufgewachten umsichtig 2 Etagen tiefer in den Aufenhaltsraum polterten und lautstark ihre kalten Pizzareste mümmelten. Herrn Flämig sei Dank, dass er sich schon halb sieben auf mehrere Uno-Runden einließ… Trotz eines Außentermins, der ihm sogar das grandiose Frühstück im Lindenhof versagte…

Ein großes Lob den organisierenden und mitbringenden Eltern für das gefühlte 8 Gänge-Frühstück bei herauskommender Sonne! Ein wunderbarer Abschluss eines sehr schönen und gemeinschaftsfördernden Abends!

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