Susanne Christmann vom Wochenspiegel über die Hercules-Vertonung

Eine Rezension zum Thema Hercules-Vertonung finden Sie im Blog von Susanne Christmann auf wochenspiegel-web.de/. Der Beitrag wurde am Montag, dem 4. Juni 2018 veröffentlicht:

Das war ein – mit Verlaub! – geiles Projekt, was die Zuhörerschaft im wieder bis zum letzten Platz besetzten Freylinghausensaal der Franckeschen Stiftungen am Sonntagvormittag miterleben konnte. Clemens Flämig, Direktor unseres halleschen Stadtsingechores, hat damit nämlich eine wunderbare Idee umgesetzt: Musiken von Händel und Bach in einem Konzert auf die Bühne zu bringen. Aber nicht einfach so hintereinander. Gut, sie haben es ihm aber auch vergleichsweise leicht gemacht, in dem sie sich beide der Vertonung des Hercules-Themas gewidmet hatten. Und so konnte Flämig diese in einem Pasticcio zu einem neuen Werk zusammenfügen. Freilich brauchte er dafür nicht nur ein hervorragendes Barockorchester. Das Händelfestspielorchester bot sich geradezu an. Ebenso ging’s nicht ohne (hervorragenden) Chor. Den hat Halle mit dem Stadtsingechor zu bieten. Man nehme dann noch ebenso hervorragende Solisten dazu (Sopranistin Christina Roterberg, Mezzosopranistin Susanne Langner, den wunderbaren Altus Kaspar Kröner und den ebenso tollen Tenor Tobias Hunger) und „schon“ kann man ein unfassbar beeindruckendes Konzert auf die Bühne bringen. Hat jemand schon mal ein schöneres „Ja“- und „Nein“-Echo gesungen gehört? Der Stadtsingechor-Knabe berührte damit ungemein. Dass Clemens Flämig übrigens selbst einen hervorragenden Tenor abgibt, bewies er – neben seinem hervorragendem Dirigat – mit einer Händel- (Attendant on Pleasure) und einer Bach-Arie (Merkur). Halle kann nicht nur mithalten mit dem hohen internationalen Barock-Musik-Niveau, sondern bestimmt es mit solchen Produktionen selbst mit. Darauf kann jeder Hallenser wirklich mit Fug und Recht stolz sein!

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